Willkommen zu unserer Serie „Humans of Climate Action“, in der wir nicht-europäischen Klimaaktivisti eine Plattform geben.
Hier ist unser Interview mit Fionah aus Kajiado, Kenja.
Fionah ist die Gründerin des Greener Community Project.
Das englischsprachige Original findet ihr hier.

Fionah Njeri

1.) Kannst du uns etwas über dich erzählen?

Mein Name ist Fionah Njeri, ich bin Studentin aus Kenia und Model für Naturschutz an der Universität. Ich interessiere mich leidenschaftlich für Wildtiere und Umweltschutz, und ich setze mich als Model für den Schutz der biologischen Vielfalt ein.

Ich nenne mich gerne Fifiture, eine Kombination aus Fifi und Natur, und unter diesem Namen leite ich eine Initiative namens Greener Communities Program, bei der wir mit verschiedenen indigenen Gemeinden zusammenarbeiten und uns gemeinsam für eine bessere Umwelt einsetzen.

2.) Kannst du uns etwas mehr über deine persönliche Motivation in der Klimabewegung teilzunehmen erzählen?

Ich bin mit einem Interesse an der Natur aufgewachsen.
Ich betrachte den Umweltschutz als persönliche Verantwortung und möchte, dass die Menschen in ihrem Alltag einen freundschaftlichen Umgang mit der Natur lernen.

3.) Was ist deine Rolle in der Klimabewegung?

Ich bin Gründerin einer Start-up-Initiative mit dem Namen „Greener Communities“, die immer noch läuft und Bäume pflanzt.
Ich bin derzeit gekrönt als Miss Environment der Africa Nazarene University.
Ich konzentriere mich mehr auf die Gemeindearbeit durch eine Plattform für Model.

4.) Wie ist die Bewegung in deinem Land?

Wir mobilisieren einheimische Gemeindemitglieder, sich der Initiative anzuschließen und sie zu einem Erfolg zu machen.

5.) Was liebst du an deiner Region? Was ist schön an der Natur um dich herum? Was magst du an deiner Kultur und Gesellschaft?

Kajiado ist ein Ort, an dem Akazienbäume gedeihen. Es ist traurig zu sehen, wie sie für Holzkohle oder Holz abgeholzt werden.

Skizze von Kajiado

6.) Was ist das größte Umweltproblem in deiner Gegend? Macht deine Regierung, große NGOs, oder die Gesellschaft irgendetwas dagegen, oder wird das Problem einfach immer größer?

Wie ich bereits sagte, ist der Bezirk Kajiado ein Gebiet, in dem mehr Holzkohle erzeugt wird, aber es gibt Organisationen, die Bäume pflanzen, insbesondere Akazien.
Wir versuchen unser Bestes.

Außerdem ist dieses Gebiet semi-arid, mit verschiedenen Launen der Natur, einschließlich starker Winde und Staub während der Trockenzeit und massivem Wasserabfluss während der Regenzeit.

Auch die Regenfälle sind unvorhersehbar, aber wenn es zu stark regnet, kommt es zu Überschwemmungen der Brücken, die eine Gefahr für Mensch und Vieh darstellen. Unsere kleine Aktion ist die Anpflanzung von Bäumen

7.) Was war die größte und beste Umweltschutzaktion, von der du etwas gehört hast? Was war daran besonders, was hast du daraus gelernt und wie hat sich der Erfolg angefühlt?

Wir haben eine Initiative (Grecop) ins Leben gerufen, um Bäume in Schulen, Kirchen, Straßen und entlang von Flüssen zu pflanzen, und wir freuen uns, dass die Bevölkerung die Initiative langsam annimmt. Wir setzen uns jeden Tag dafür ein, dass die Bäume gepflegt werden.
Ich habe gelernt, dass es manchmal wichtig ist, mit der Bevölkerung geduldig zu sein, auch wenn wir noch so gerne die Veränderung herbeiführen würden.
Es ist nicht einfach, aber wir versuchen es weiter.

8.) Welche Talente bringst du mit im Kampf für eine bessere Welt?

Community Mobilisierung.
Modeln.

9.) Hast du eine Vision für unseren Planeten, die Natur und uns Menschen in 2050? Denkst du, sie ist realistisch?

Das ist nicht realistisch
2050 ist eine Zahl, die uns beruhigen soll, damit wir unsere Politiker:innen nicht zur Verantwortung ziehen.
Wenn das Jahr 2050 als Ziel gesetzt wird, was soll dann zwischen jetzt und 2050 getan werden?

Ich stelle mir vor, dass die einheimischen Gemeinschaften bei der Naturschutzarbeit Vorrang haben, dass die Verantwortlichen mit den Einheimischen zusammenarbeiten, um das Ökosystem wiederherzustellen. Jeden Tag, und das wird zum Handeln führen

10.) Gibt es sonst noch etwas, das du uns sagen möchtest?

Ich glaube, ein Aktivist ist nicht derjenige, der sagt, dass der Fluss schmutzig ist, sondern derjenige, der den Fluss reinigt. Lasst uns weiter aktiv handeln.

Vielen Dank für das Interview, Fionah.
Ihr könnt Fionah auf Twitter und Instagram folgen.

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