Es war einmal ein König eines großen Landes, welches weit und breit für seinen köstlichen Wein berühmt war. Es gehörte darum zu den Pflichten jedes Königs, einmal im Jahr ein großes Weinfest zu veranstalten. Kam ein König seinen Pflichten nicht nach, wurde er abgesetzt und ein neuer König musste gewählt werden. Daher nahm dieser König das große Fest üneraus ernst. 1000 Gäste aus allen Ecken des Landes wurden eingeladen und jeder von ihnen brachte ein großes Fass seines besten Weins als Geschenk mit. Drei Tage lang sollte gefeiert und anschließend, als Höhepunkt des Festes, der Wein verkostet werden. Dabei würde der König selbst und jeder der 1000 Gäste jeweils einen kleinen Schluck von jedem der 1000 Weine nehmen. Es war, wie man sich denken kann, ein ziemlich trinkfestes Völkchen. Zu Beginn des Festes jedoch, kurz nachdem die letzten Gäste eingetroffen waren, fand der König einen kleinen Zettel, mit einem Messer an die Lehne seines Throns geheftet. Darauf stand:

„Deine Herrschaft ist vorüber! Ich habe den Wein in einem der Fässer vergiftet. Farblos, geruchlos und geschmacklos tötet das Gift unabhängig von der Dosis schon nach etwa zwei Tagen. Sag das Fest ab und leg deine Krone nieder, oder ihr werdet alle sterben!“

Der König erschrak zunächst, fasste sich dann aber schnell wieder und begann zu überlegen. Ein einzelnes Fass könnte man von der Verkostung vermutlich unbemerkt ausschließen. Mehrere fehlende Fässer würden dagegen gewiss jemandem auffallen und die Kompetenz des Königs als Gastgeber infrage gestellt werden. Nein, das durfte nicht passieren! Das Fest musste stattfinden und es durfte nicht mehr als ein Fass fehlen. Glücklicherweise befanden sich im Kerker des Schlosses noch 10 Gefangene, deren Ableben niemandem unangenehm auffallen würden – die perfekten Vorkoster.

Wie konnte der König das Fass mit dem vergifteten Wein eindeutig bestimmen?

(Die Lösung findet ihr auf Seite 2)

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